Stahlwerker im Gedenken an ihren Gründungsvorsitzenden

 

Stilles Gedenken im künftigen Treff der Stahl- und Walzwerker in der ehemaligen Feuerwache des damaligen VEB SWWF, Hennigsdorf, in der Wolfgang Küntscher Straße am 25. März 2026. Aber was ist der Anlass für ein minutenlanges Schweigen der inzwischen alten, aber immer noch aktive ehemalige Werksangehörigen?

Das Gedenken gilt dem im Februar verstorbenen Gründungsvorsitzenden des Stahlwerker Traditionsvereins - Roland Köhnke. 

Ohne ihn gäbe es den Verein nicht, ohne ihn gäbe es nicht diesen Zusammenhalt, diese auch teilweise nicht ganz differenzierten Erinnerungen an die vergangene Zeit. Dazu die neu entstandenen angenehmen Bekanntschaften, das Wiederfinden der Mitglieder zu damaligen werksbedingten Abhängigkeiten untereinander, die gemeinsamen Treffen und interessanten lehrreichen Informationsveranstaltungen sowie Präsentationen, auch über den Verein hinaus und insbesondere mit der Stadtverwaltung Hennigsdorf.

Besonders zu erwähnen ist der ständig aufrechterhaltene konstruktive Kontakt zur Geschäftsführung und dem Betriebsrat des Nachfolgeunternehmens, der Hennigsdorfer Elektrostahlstahlwerke GmbH.

Das alles verkörperte unseren Roland Köhnke, hierfür stand er in einem Großteil seiner Zeit im wohlverdienten Ruhestand. 

In einem Alter von reichlich 88 Jahren ist er nach längeren schweren Erkrankungen aus seinem, unserem Leben gegangen.

Roland Köhnke war ein waschechter Stahlwerker, wie man so schön sagt. Seine gesamte berufliche Laufbahn, von der Lehre bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Stahlwerk verbrachte er hier. Stationen waren insbesondere das Stahlwerk selbst, die Stahlgießerei, die Konsumgüterproduktion und die Stabstahlvergütung zu Blankstahl. Im Rahmen eines Fernstudiums an der Ingenieurschule für Walzwerkstechnik in Riesa konnte Roland Köhnke ein Studium zum Ing.-Ökonom erfolgreich abschließen.

Mit dem altersbedingten Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben wollte er aber noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehören. So schloss er sich mit einer Anzahl gleichgesinnter ehemaliger Stahlwerker zusammen, welche im Jahr 1998 den Stahlwerker Traditionsverein Hennigsdorf gründeten. Von Anfang an wurde Roland Köhnke zum Vorsitzenden des inzwischen eingetragenen Vereins gewählt. Diese verantwortungsvolle Funktion bekleidete über 22 Jahre bis Ende 2020, wo er dann aus altersmäßigen Gründen den Staffelstab an den heutigen Vereinsvorsitzenden Klaus Höckel übergeben konnte.

Für seine Verdienste um den Verein wurde er einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt.

 

Roland Köhnke wird uns immer in dankbarer und angenehmer Erinnerung bleiben

    

Günter Uhmann, stellv. Vorsitzender Stahlwerker Traditionsverein Hennigsdorf e.V.

Hennigsdorfer Spannstahl

St 140 / 160

Wie ein Qualitätsprodukt aus Hennigsdorf bewusst oder unbewusst, unter teilweiser Verdrehung von Tatsachen zum Sündenbock für den Teileinsturz der Carolabrücke und den Zustand vieler vernachlässigter Brücken und Bauwerke gemacht werden sollte.

Nachdem unser Verein in vielen Artikeln und Schreiben (siehe Download unten) klargemacht hat, was Spannstahl ist, wie er wirkt und wie er hergestellt wurde, gibt es immer noch Redakteure im RND die von qualitativ minderwertigem "Honecker-Stahl" schwafeln, wie z.B. Herr Andreas Meyer in der Ostsee-Zeitung vom 29.07.2025!

Hallo Herr Meyer:

1. Den Stahl hat nicht Herr Honecker produziert, sondern fleißige Menschen im Stahlwerk Hennigsdorf.
2. Lt. TU Dresden musste die Vorpommernbrücke in Rostock 1998 mit zusätzlichen statischen Elementen ertüchtigt werden, wegen zu geringer Tragfähigkeit durch einen Fehler in der Ursprungsberechnung, Vorkommnissen bei der Errichtung des Bauwerkes und nicht wegen der Stahlqualität.
3. Die Brücke Schmarter Damm über die S-Bahn in Warnemünde wurde 1968-70 erbaut und ist somit keine "Honecker-Brücke" wie Sie in Ihrem Kommentar auf S. 6 behaupten.
4. Mit solchen Artikeln schüren Sie den Hass, den viele Ostdeutsche empfinden. Wie lange soll das noch so weitergehen???

Über uns

Das ist eine Broschüre über die Geschichte der Stahlerzeugung und Stahlweiterverarbeitung in Hennigsdorf,  Inhalt und Konzeption vom Stadtarchiv Hennigsdorf, Hauptstraße 3, 16761 Hennigsdorf, [email protected], Tel. (03302) 877 311. Sie kann in der Stadtinformation im Rathaus der Stadt Hennigsdorf, Rathausplatz 1, 16761 Hennigsdorf, Tel. (03302) 877320 erworben werden.
Die ehrenamtliche Unterstützung des Stadtarchives ist eines der Anliegen des Stahlwerker Traditionsvereins Hennigsdorf e.V. !

Impressionen von einzelnen Veranstaltungen:

Unsere Internetseite ist noch im Aufbau begriffen, weshalb hier nur von einzelnen Veranstaltungen wie: Reise nach Polen, Frauentagsfeier und Sommerfest Bilder zu finden sind.

Das soll noch erweitert werden, damit die gesamte Vielfalt unseres Vereinslebens deutlich wird:
Besuche in den Stahlwerken der RIVAgroup in Brandenburg, Industriemuseum in Brandenburg, Besichtigungen von ehemaligen Produktionsstätten des Hüttenwesens (Eisenhüttenmuseum Peitz, Schau-Schachtanlage Freiberg, F60 Abraumförderbrücke, Kunstgussmuseum Lauchhammer, ...) aber auch von aktiv produzierenden Industrie- und mittelständischen Unternehmen (BMW-Werk Leipzig, Kartonagenfabrik Klöde Hennigsdorf, Gläserne VW Fabrik Dresden, MAZ-Druckerei in Potsdam, Wasserwerk Hennigsdorf, Klöckner Bearbeitungszentrum Velten, ...).
Wir betreiben ein aktives kulturelles Leben und sind in Museen, Schlössern, Konzertsälen ... zu finden (Technik-Museum Berlin, Großplanetarium Berlin, Nord-Ostsee-Kanal, Haus des Rundfunks Masurenallee, Hochbunker in Berlin, Tübke-Panorama Bad Frankenhausen, Friedrichstadtpalast, Landtagsschloss Potsdam, Museum Barbarini Potsdam, Pergamon Berlin ...).
Wir organisieren selbst Vorträge, Filmveranstaltungen, unterstützen die Arbeit des Stadtarchives Hennigsdorf, haben eine Broschüre "90 Jahre Stahl aus Hennigsdorf" gestaltet und wollen auch selbst eine museale Ausstellung auf die Beine stellen.

Die genannte Broschüre erhalten Sie in der Stadtinformation im Rathaus der Stadt Hennigsdorf, Rathausplatz 1, 16761 Hennigsdorf, Tel. (03302) 877 320.